EXPANDION Immobilienconsulting GmbH – Steffen Heuchert MRICS
Ihr zuverlässiger Gewerbeimmobilienmakler für den Kauf, Verkauf und die Bewertung von  Gewerbe- und Anlageimmobilien in Essen, Düsseldorf, Köln und ganz Nordrhein-Westfalen.
De
r Verkauf von Büroimmobilien, Industrieimmobilien, Geschäftshäusern, Fachmärkten oder Investmentimmobilien erfordert fundiertes Marktwissen und ein sensibles Gespür für die Besonderheiten jeder Immobilie. Als erfahrener Gewerbeimmobilienmakler im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen kennen wir die regionalen Märkte genau und bewerten den individuellen Wert Ihrer Investmentimmobilien und Anlageimmobilie realistisch und präzise. .
News & Marktberichte

Update


Zurück zur Übersicht

15.07.2026

Retailmarkt Nordrhein-Westfalen 2026

Marktbericht für Einzelhandelsimmobilien im ersten Halbjahr 2026

Markteinschätzung von Steffen Heuchert MRICS
Geschäftsführer der EXPANDION Immobilienconsulting GmbH

Der Retailmarkt in Nordrhein-Westfalen zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 sehr unterschiedlich. Von einer allgemeinen Erholung des Einzelhandels kann aus meiner Sicht noch nicht gesprochen werden. Zwar gibt es wieder mehr Kaufinteressenten für ausgewählte Einzelhandelsimmobilien, gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Lage vieler Händler schwierig. Die Verbraucher achten stärker auf ihre Ausgaben, die Betriebskosten sind hoch und viele Unternehmen prüfen ihre Standorte genauer als noch vor einigen Jahren.

Der Markt teilt sich daher immer stärker. Auf der einen Seite stehen Supermärkte, Discounter, Drogeriemärkte und gut gelegene Fachmarktzentren. Diese Immobilien werden weiterhin gesucht, da sie Waren des täglichen Bedarfs anbieten und in der Regel eine regelmäßige Kundenfrequenz haben. Auf der anderen Seite stehen klassische Geschäftshäuser, große Ladenflächen, Warenhäuser und Einkaufszentren. Hier hängt der Erfolg sehr stark von der Lage, dem Mietermix, dem Zustand des Gebäudes und den langfristigen Nutzungsmöglichkeiten ab.

Die Bezeichnung Einzelhandelsimmobilie sagt heute allein nur noch wenig über die Qualität eines Investments aus. Entscheidend ist, ob die Immobilie auch in Zukunft gebraucht wird, ob die Miete dauerhaft tragbar ist und ob das Gebäude bei einem Mieterwechsel weiterhin genutzt werden kann. Gerade diese Fragen bestimmen im Jahr 2026 zunehmend den Marktwert.

Konsum bleibt ein Unsicherheitsfaktor

Die Stimmung der Verbraucher ist weiterhin verhalten. Viele Haushalte geben ihr Geld vorsichtiger aus und konzentrieren sich stärker auf notwendige Anschaffungen. Davon profitieren vor allem Lebensmittelmärkte, Drogerien, Apotheken und preisgünstige Handelskonzepte.

Schwieriger bleibt die Lage für den klassischen Modehandel, Schuhgeschäfte und andere Anbieter, deren Produkte nicht zum täglichen Bedarf gehören. Viele Unternehmen schließen Standorte, verkleinern ihre Flächen oder verhandeln bestehende Mietverträge neu. Für Eigentümer bedeutet dies ein höheres Risiko bei der Vermietung großer Ladenflächen.

Steigende Umsätze bedeuten zudem nicht automatisch, dass Händler wirtschaftlich besser dastehen. Höhere Preise für Waren, Energie, Personal und Logistik belasten die Erträge. Wenn ein Händler mehr Umsatz erzielt, gleichzeitig aber deutlich höhere Kosten tragen muss, verbessert sich seine wirtschaftliche Lage nur begrenzt.

Für Eigentümer und Investoren ist deshalb nicht nur die Höhe der aktuellen Miete wichtig. Entscheidend ist, ob der Mieter diese Miete auch langfristig erwirtschaften kann. Eine hohe Miete kann auf den ersten Blick attraktiv wirken, stellt aber ein Risiko dar, wenn sie deutlich über dem marktüblichen Niveau liegt.

Einzelhandelsimmobilien werden wieder gekauft – aber sehr gezielt

Das Interesse an Einzelhandelsimmobilien ist im ersten Halbjahr 2026 grundsätzlich vorhanden. Käufer entscheiden jedoch deutlich vorsichtiger als früher. Viele Investoren konzentrieren sich auf kleinere und mittlere Immobilien, bei denen sich der Zustand, die Mietverträge und das wirtschaftliche Risiko gut einschätzen lassen.

Große Einkaufszentren, Warenhäuser oder umfangreiche Immobilienpakete werden wesentlich genauer geprüft. Häufig dauern Verkaufsprozesse länger, da Finanzierungen schwieriger sind und Käufer umfangreiche Unterlagen verlangen.

Aus meiner Sicht ist dies keine vorübergehende Entwicklung. Der Retailmarkt hat sich grundlegend verändert. Käufer schauen nicht mehr allein auf die Jahresmiete und den Namen des Mieters. Sie prüfen unter anderem die Lage, die Restlaufzeit des Mietvertrages, die Höhe der Nebenkosten, den Energieverbrauch, den baulichen Zustand und mögliche andere Nutzungen.

Besonders gefragt bleiben Immobilien, die auch bei einem Mieterwechsel gut vermietet werden können. Dazu gehören gut erreichbare Supermärkte, Nahversorgungszentren und Fachmarktzentren mit ausreichend Stellplätzen und einem passenden Einzugsgebiet.

Supermärkte bleiben gefragt, sind aber nicht ohne Risiko

Supermärkte und Discounter gehören weiterhin zu den gefragtesten Einzelhandelsimmobilien in Nordrhein-Westfalen. Lebensmittel werden unabhängig von der wirtschaftlichen Lage benötigt. Dadurch sind diese Standorte meist weniger von kurzfristigen Veränderungen im Konsumverhalten betroffen.

Trotzdem sollte ein Lebensmittelmarkt nicht automatisch als sichere Anlage angesehen werden. Entscheidend sind die Qualität des Standortes, die Zahl der Einwohner im Umfeld, die Wettbewerbssituation, die Erreichbarkeit und die Größe der Verkaufsfläche.

Auch der Mietvertrag muss genau geprüft werden. Eine lange Restlaufzeit ist grundsätzlich positiv. Sie hilft jedoch nur dann, wenn die Miete für den Betreiber langfristig tragbar ist. Ist die Miete zu hoch, kann es bei einer späteren Verlängerung oder Neuvermietung zu deutlichen Abschlägen kommen.

Ältere Lebensmittelmärkte weisen häufig technische oder bauliche Schwächen auf. Dazu können ein sanierungsbedürftiges Dach, eine alte Heizungsanlage, hohe Energiekosten, unzureichende Stellplätze oder eine nicht mehr zeitgemäße Verkaufsfläche gehören. Solche Punkte beeinflussen den Wert der Immobilie und müssen bei einem Kauf oder Verkauf berücksichtigt werden.

Bei vielen älteren Märkten stellt sich außerdem die Frage, ob sie den heutigen Anforderungen der Betreiber noch entsprechen. Moderne Lebensmittelmärkte benötigen häufig größere Verkaufsflächen, breitere Gänge, neue Kühltechnik, Abholbereiche und eine gute Ladeinfrastruktur. Ist eine Anpassung nicht möglich, kann der Standort langfristig an Bedeutung verlieren.

Fachmarktzentren bleiben vergleichsweise stabil

Gut gelegene Fachmarktzentren gehören ebenfalls zu den stabileren Bereichen des Retailmarktes in Nordrhein-Westfalen. Sie sind meist gut mit dem Auto erreichbar, verfügen über ausreichend Stellplätze und bieten mehrere Geschäfte an einem Standort.

Besonders vorteilhaft ist ein Mietermix, der sich auf den täglichen Bedarf konzentriert. Dazu gehören Lebensmittel, Drogerie, Apotheke, Tierbedarf, Bäckerei und weitere Dienstleistungen. Diese Angebote sorgen für regelmäßige Kundenbesuche und machen den Standort weniger abhängig von einzelnen Branchen.

Trotzdem muss auch ein Fachmarktzentrum genau geprüft werden. Ein hoher Leerstand, eine schlechte Zufahrt oder eine starke Abhängigkeit von nur einem Hauptmieter können den Wert deutlich mindern.

Verlässt der wichtigste Mieter den Standort, kann dies auch die übrigen Geschäfte belasten. Weniger Kunden bedeuten geringere Umsätze und möglicherweise weitere Kündigungen. Deshalb reicht es nicht aus, jeden Mietvertrag nur einzeln zu betrachten. Wichtig ist das Zusammenspiel aller Nutzungen.

Bei älteren Fachmarktzentren kommen häufig Modernisierungen hinzu. Fassaden, Dächer, Beleuchtung, Heizungsanlagen, Außenflächen und Stellplätze müssen regelmäßig erneuert werden. Eigentümer sollten diese Kosten frühzeitig einplanen und nicht erst reagieren, wenn Mängel bereits die Vermietung erschweren.

Geschäftshäuser in Innenstädten stehen weiter unter Druck

Der Markt für Geschäftshäuser in den Innenstädten bleibt im ersten Halbjahr 2026 schwierig. Dies gilt besonders für Nebenlagen und für Städte, in denen die Besucherzahlen bereits seit Jahren zurückgehen.

Die besten Einkaufslagen in großen Städten können weiterhin eine gute Nachfrage erreichen. Aber auch dort wird nicht jede Fläche problemlos vermietet. Zu große Ladenlokale, schlechte Grundrisse, hohe Nebenkosten oder fehlende Möglichkeiten zur Anlieferung können die Vermietung erschweren.

In vielen Städten des Ruhrgebiets und in kleineren Städten in Nordrhein-Westfalen verlieren klassische Einkaufslagen weiter an Bedeutung. Frühere Modegeschäfte werden teilweise durch Dienstleistungen, Gastronomie, Fitness, medizinische Angebote oder preisgünstige Anbieter ersetzt.

Diese Entwicklung ist nicht grundsätzlich negativ. Innenstädte müssen sich verändern und neue Nutzungen aufnehmen. Problematisch wird es jedoch, wenn Eigentümer weiterhin mit den früheren Mieten rechnen und notwendige Umbauten nicht berücksichtigen.

Gerade bei Geschäftshäusern mit großen Erdgeschossflächen ist die Möglichkeit einer Teilung wichtig. Kleinere Einheiten können häufig leichter vermietet werden. Allerdings entstehen dabei Kosten für neue Eingänge, Sanitäranlagen, Lüftung, Brandschutz und technische Anpassungen.

Ein Geschäftshaus sollte deshalb nicht allein nach seiner bisherigen Nutzung bewertet werden. Entscheidend ist, welche Nutzungen künftig möglich und wirtschaftlich sinnvoll sind.

Modehäuser und große Ladenflächen bleiben schwierig

Große Ladenflächen für Mode, Schuhe und Warenhäuser gehören zu den anspruchsvollsten Immobilien im Retailmarkt. Viele Handelsunternehmen reduzieren ihre Verkaufsflächen oder ziehen sich aus schwächeren Standorten zurück.

Für Eigentümer kann dies lange Leerstandszeiten bedeuten. Große Flächen über mehrere Etagen lassen sich selten ohne Umbau an einen neuen Nutzer vermieten. Häufig müssen die Flächen geteilt oder einer anderen Nutzung zugeführt werden.

Mögliche neue Nutzungen sind beispielsweise Büros, Wohnungen, Hotels, Bildung, Gesundheit, Freizeit oder öffentliche Einrichtungen. Ob eine solche Umnutzung möglich ist, hängt jedoch vom Gebäude und vom Planungsrecht ab.

Nicht jedes ehemalige Warenhaus eignet sich für Wohnungen oder Büros. Fehlendes Tageslicht, große Gebäudetiefen, geringe Deckenhöhen oder eine schwierige Erschließung können den Umbau erheblich verteuern.

Ein niedriger Kaufpreis ist daher nicht automatisch ein gutes Angebot. Die späteren Umbaukosten können den Kaufpreis deutlich übersteigen. Hinzu kommen lange Planungszeiten und das Risiko, dass die erwarteten Mieten nicht erreicht werden.

Aus meiner Sicht müssen solche Immobilien besonders vorsichtig bewertet werden. Eine erfolgreiche neue Nutzung benötigt ein überzeugendes Konzept, ausreichendes Kapital und eine realistische Einschätzung des örtlichen Bedarfs.

Einkaufszentren brauchen neue Konzepte

Auch der Markt für Einkaufszentren bleibt geteilt. Gut funktionierende Center mit einer starken Lage, hoher Besucherzahl und einem passenden Angebot können weiterhin erfolgreich sein.

Schwächere Einkaufszentren leiden dagegen unter Leerstand, hohen Betriebskosten und einem veralteten Angebot. Reiner Modeeinzelhandel reicht an vielen Standorten nicht mehr aus, um dauerhaft genügend Kunden anzuziehen.

Erfolgreiche Einkaufszentren verbinden heute Einzelhandel mit Gastronomie, Freizeit, Gesundheit, Dienstleistungen und teilweise öffentlichen Angeboten. Sie müssen mehr bieten als reine Verkaufsflächen.

Bei älteren Centern sind häufig umfangreiche Investitionen notwendig. Eingangsbereiche, Aufenthaltsflächen, Beleuchtung, Fassaden, Wegeführung und Gebäudetechnik müssen modernisiert werden.

Solche Maßnahmen sind teuer und führen nicht automatisch zum Erfolg. Entscheidend ist, ob der Standort grundsätzlich genügend Nachfrage besitzt. Ein modernisiertes Center in einer schwachen Lage bleibt auch nach dem Umbau eine schwierige Immobilie.

Investoren verlangen daher bei Einkaufszentren einen deutlichen Sicherheitsabstand im Kaufpreis. Der Wert hängt wesentlich davon ab, wie hoch der Leerstand ist, wann die Mietverträge auslaufen und welche Investitionen anstehen.

Bau- und Gartenmärkte müssen genau geprüft werden

Bau- und Gartenmärkte verfügen meist über große Grundstücke, große Verkaufsflächen und umfangreiche Außenbereiche. Diese Immobilien können langfristig interessant sein, wenn der Betreiber wirtschaftlich stark ist und der Standort gut funktioniert.

Gleichzeitig sind die Gebäude sehr speziell. Fällt der Betreiber aus, ist eine neue Nutzung häufig schwierig. Ein anderer Händler benötigt möglicherweise andere Flächengrößen oder eine vollständig neue Aufteilung.

Bei der Bewertung sollte daher geprüft werden, ob das Grundstück auch für andere gewerbliche Nutzungen geeignet ist. Eine mögliche spätere Entwicklung kann einen zusätzlichen Wert darstellen.

Ohne eine andere Nutzungsmöglichkeit hängt der Wert jedoch stark vom bestehenden Betreiber und seinem Mietvertrag ab. Deshalb werden Bau- und Gartenmärkte von Banken und Investoren meist vorsichtiger bewertet als Lebensmittelmärkte.

Finanzierung beeinflusst die Kaufpreise

Die Finanzierung bleibt im ersten Halbjahr 2026 ein wichtiger Punkt. Banken unterscheiden sehr genau zwischen den einzelnen Arten von Einzelhandelsimmobilien.

Ein langfristig vermieteter Supermarkt an einem guten Standort wird anders bewertet als ein Geschäftshaus mit Leerstand oder ein Einkaufszentrum mit auslaufenden Mietverträgen.

Bei schwierigeren Immobilien verlangen Banken mehr Eigenkapital und setzen häufig vorsichtigere Werte an. Dadurch sinkt die Kaufpreisbereitschaft vieler Investoren.

Für Verkäufer bedeutet dies, dass ein theoretisch hoher Immobilienwert wenig hilft, wenn der Kaufpreis nicht finanziert werden kann. Eine realistische Bewertung sollte deshalb auch die üblichen Finanzierungsbedingungen berücksichtigen.

Neben der Miete prüfen Banken den baulichen Zustand, die Restlaufzeit der Verträge, die Bonität der Mieter und die Möglichkeit einer späteren Neuvermietung. Auch notwendige Modernisierungen werden stärker berücksichtigt.

Energieverbrauch wird wichtiger

Einzelhandelsimmobilien haben häufig einen hohen Energieverbrauch. Beleuchtung, Kühlung, Lüftung und Heizung verursachen hohe Kosten. Veraltete Technik belastet nicht nur den Eigentümer, sondern auch die Mieter.

Moderne Beleuchtung, Photovoltaikanlagen, gute Dämmung und neue Heizungs- und Kühlsysteme können die Betriebskosten senken und die Immobilie langfristig attraktiver machen.

Bei einem Verkauf sollte klar geregelt sein, wem technische Anlagen gehören und wer für Wartung und Erneuerung zuständig ist. Gerade ältere Mietverträge enthalten hierzu teilweise unklare Regelungen.

Ein schlechter energetischer Zustand führt nicht automatisch dazu, dass eine Immobilie unverkäuflich ist. Die notwendigen Investitionen müssen jedoch im Kaufpreis berücksichtigt werden.

Chancen bestehen bei guten Standorten und klaren Nutzungen

Trotz der schwierigen Lage bietet der Retailmarkt in Nordrhein-Westfalen weiterhin Chancen. Diese liegen vor allem bei Immobilien mit einer klaren Aufgabe und einem langfristigen Bedarf.

Supermärkte, Nahversorgungszentren und gut aufgestellte Fachmarktzentren bleiben grundsätzlich interessant. Auch kleinere Geschäftshäuser können gute Anlageobjekte sein, wenn sie flexible Flächen und eine ausgewogene Mischung aus Handel, Dienstleistung, Büro und Wohnen bieten.

Chancen bestehen außerdem bei Immobilien, deren heutige Nutzung nicht mehr optimal ist, die aber sinnvoll umgebaut werden können. Voraussetzung sind ein passender Kaufpreis, ein klares Konzept und eine realistische Einschätzung der Umbaukosten.

Investoren sollten sich nicht allein von einer hohen Anfangsrendite leiten lassen. Eine hohe Rendite ist häufig ein Hinweis auf ein höheres Risiko. Entscheidend ist der Ertrag, der nach Leerstand, Instandhaltung, Umbaukosten und Mietausfällen tatsächlich verbleibt.

Ausblick auf das zweite Halbjahr 2026

Für das zweite Halbjahr 2026 erwarte ich keine schnelle und breite Erholung des Retailmarktes in Nordrhein-Westfalen. Die Nachfrage nach guten Einzelhandelsimmobilien bleibt vorhanden, wird sich aber weiter auf sichere Nutzungen konzentrieren.

Lebensmittelmärkte, Discounter, Drogeriemärkte und gut gelegene Fachmarktzentren dürften weiterhin besonders gefragt bleiben. Bei diesen Immobilien besteht ein regelmäßiger Bedarf und die Vermietung ist häufig besser planbar.

Bei Geschäftshäusern, Einkaufszentren und großen Ladenflächen bleibt die Entwicklung schwieriger. Hier werden Investoren nur kaufen, wenn der Preis die Risiken und notwendigen Investitionen ausreichend berücksichtigt.

Auch innerhalb der Städte wird sich der Unterschied zwischen guten und schwachen Lagen weiter vergrößern. Die besten Lagen werden weiterhin Nachfrage anziehen. Nebenlagen müssen dagegen stärker durch neue Nutzungen und niedrigere Mieten belebt werden.

Viele Innenstädte werden sich langfristig von reinen Einkaufsstandorten zu gemischten Stadtquartieren entwickeln. Wohnen, Arbeiten, Gastronomie, Gesundheit, Bildung und Freizeit werden dabei wichtiger. Dieser Wandel ist notwendig, wird aber Zeit und hohe Investitionen erfordern.

Fazit zum Retailmarkt Nordrhein-Westfalen

Der Retailmarkt in Nordrhein-Westfalen befindet sich im ersten Halbjahr 2026 weiterhin in einer schwierigen Phase. Von einer allgemeinen Erholung kann nicht gesprochen werden. Der Markt wird immer stärker nach Nutzung, Lage und Gebäudequalität unterschieden.

Supermärkte, Nahversorgungsimmobilien und Fachmarktzentren bleiben die stabilsten Bereiche. Geschäftshäuser, Einkaufszentren, Warenhäuser und große Modeflächen müssen dagegen wesentlich kritischer bewertet werden.

Ein bekannter Mieter oder ein langer Mietvertrag reichen heute nicht mehr aus, um einen hohen Kaufpreis zu rechtfertigen. Entscheidend ist, ob die Miete langfristig tragbar ist, ob der Standort funktioniert und ob die Immobilie später auch anders genutzt werden kann.

Für Eigentümer ist eine realistische Bewertung daher besonders wichtig. Zu hohe Kaufpreisvorstellungen führen häufig zu langen Vermarktungszeiten und späteren Preisnachlässen. Vollständige Unterlagen, eine genaue Prüfung der Mietverträge und eine klare Darstellung möglicher Chancen und Risiken verbessern dagegen den Verkaufserfolg.

Nordrhein-Westfalen bleibt aufgrund seiner hohen Bevölkerungszahl, seiner vielen Groß- und Mittelstädte und seiner starken Nahversorgungsstruktur ein wichtiger Standort für Einzelhandelsimmobilien. Der Markt ist jedoch anspruchsvoller geworden und verlangt eine genaue Prüfung jedes einzelnen Objektes.

Als Geschäftsführer der EXPANDION Immobilienconsulting GmbH begleite ich Eigentümer und Investoren bei der Bewertung und dem Verkauf von Einzelhandelsimmobilien in Nordrhein-Westfalen. Dazu gehören Supermärkte, Fachmarktzentren, Geschäftshäuser, Nahversorgungsimmobilien und weitere Handelsimmobilien.

Als Steffen Heuchert MRICS lege ich besonderen Wert auf eine realistische Wertermittlung, eine sorgfältige Prüfung der Immobilie und eine gezielte Ansprache geeigneter Investoren. Ziel ist eine professionelle und auf Wunsch diskrete Vermarktung bis zum erfolgreichen Vertragsabschluss.

 EXPANDION Marktbericht Fachmärkte 2026.pdf


Zurück zur Übersicht



 
 
 
E-Mail
Anruf